DIE HUNTINGTON-KRANKHEIT

DIE KRANKHEIT

Die Huntington Krankheit ist eine seltene, vererbbare neurodegenerative Erkrankung, welche die Nervenzellen mit zunehmender Krankheitsdauer schädigt. Die Betroffenen können meist bis zu ihrem 35. bis 45. Lebensjahr ein komplett normales, symptomfreies Leben führen. 

Nicht nur Erkrankte, sondern auch deren Familien und Nahestehende leiden sehr unter dem fortschreitenden Krankheitsverlauf. Die Wesensveränderung des Betroffenen und die Gewissheit, dass eine genetische bedingte 50-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, dass die eigenen Kinder ebenfalls erkranken werden, ummanteln eine Familie nicht selten mit einem Gefühl voll von Angst und Schuld.

Ab Krankheitsausbruch treten, körperliche Beeinträchtigungen und Verhaltensänderungen auf, die oft von schweren Depressionen begleitet werden. Über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren verringern sich die intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten immer mehr, bis der Betroffene schließlich stirbt.

BEHANDLUNG

Es besteht die Möglichkeit, sich noch vor Ausbruch der Huntington-Krankheit genetisch untersuchen zu lassen, ob man Genträger des krankheitsverusachenden Gens ist.

Doch die Angst vor einem positiven Ergebnis und den bevorstehenden Folgen lässt viele davor zurückschrecken.

In der Anfangsphase sind die Symptome der Huntington-Erkrankung unspezifisch, das heißt, es können auch andere Erkrankungen hinter den Beschwerden stecken. 

Erst eine ausführliche neurologische, psychiatrische und molekulargenetische Untersuchung kann 100-prozentige Sicherheit bringen. Bei folgenden Erkrankungen können zu Beginn ähnliche Symptome auftreten: Depression, Schizophrenie, Alzheimer, Parkinson, Hirntumore,...

Es gibt Medikamente, die diese Symptome lindern, z. B. Mittel gegen Depressionen und Medikamente gegen die Überbewegungen. 

FORSCHUNG

Zwar wurden in den letzten 20 Jahren enorme Fortschritte in der Grundlagenforschung erreicht, doch gibt es bis heute keine wirksame ursächliche Therapie um die Huntington-Krankheit zu heilen. Daher klammern sich Betroffene, deren Familien und die Risikoträger an jede noch so kleine Erfolgsmeldung aus der Forschung aber auch Therapie bei der Huntington-Krankheit.

 

Von der Idee eines Medikamentes bis zur Marktreife ist es aber ein weiter Weg, der sich über viele Jahre hinziehen kann. Dabei wird zunächst die Wirksamkeit in Tierversuchen erprobt, bevor es zu Studien am Menschen kommt, die dann in drei Phasen ablaufen. Derzeit gibt es vielversprechende Studien auf dessen Ergebnisse alle mit Spannung warten. 

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